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Mi. — So. 17⁰⁰ — 23⁰⁰ Uhr
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Kontakt:

Telefon: 0911 33 69 43
Mail: pdesi@kubiss.de

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Desi Stadtteilzentrum e.V.
Brückenstraße 23
90 419 Nürnberg
 
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**Bis auf Weiteres findet der Vorverkauf nur unter Vorbehalt statt**Bis auf Weiteres findet der Vorverkauf nur unter Vorbehalt statt**Bis auf Weiteres findet der Vorverkauf nur unter Vorbehalt statt**Bis auf Weiteres findet der Vorverkauf nur unter Vorbehalt statt**Bis auf Weiteres findet der Vorverkauf nur unter Vorbehalt statt**

Desi Nürnberg | Desi - Solidarität
wir möchten uns in der aktuellen Ausnahmesituation mit ein paar Gedanken zur derzeitigen Lage in der DESI und in unserer gesamten Gesellschaft an euch wenden. Wir bitten euch daher, das folgende Statement aufmerksam zu lesen und entsprechende Schritte der praktischen Solidarität umzusetzen.
Club, Kultur, Solidarität, Covid-19, Nürnberg, Desi, Nachbarschaftshilfe, Geflüchtete
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„A call for Solidarity!“

Liebe DESI-Lovers,

wir möchten uns in der aktuellen Ausnahmesituation mit ein paar Gedanken zur derzeitigen Lage in der DESI und in unserer gesamten Gesellschaft an euch wenden. Wir bitten euch daher, das folgende Statement aufmerksam zu lesen und entsprechende Schritte der praktischen Solidarität umzusetzen:

Für das Stadteilzentrum DESI e.V. bedeutet die aktuelle Situation massive Einschnitte in den alltäglichen Betrieb. Bis zum 19.04.2020 sind alle Veranstaltungen abgesagt oder wurden verschoben, es finden keine Gruppentreffen statt, der Kneipenbetrieb ist eingestellt und das gesamte DESI-Außengelände (u.a. Hall of Fame, Desirena und der Biergarten) ist für die Öffentlichkeit bis auf weiteres geschlossen. Das Büro ist zwar weiterhin besetzt, wird jedoch nur noch via E-Mail (oder nach vorheriger Absprache telefonisch) zu kontaktieren sein. Schweren Herzens bitten wir euch, in den nächsten 4 Wochen der DESI fern zu bleiben und die aktuell angesagten Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung der Covid-19 Pandemie sehr ernst zu nehmen. Die komplette Einstellung des kulturellen, sozialen und gastronomischen Betriebes für 4(+x) Wochen stellt auch uns als Verein vor erhebliche Herausforderungen. Löhne, Mieten, Rechnungen usw. müssen weiterhin gezahlt werden. Nach unserer derzeitigen Kalkulation können wir diesen finanziellen Kraftakt jedoch für ein paar Wochen noch aus eigenen Mitteln stemmen. 

Wir freuen uns, wenn ihr euch der DESI gegenüber solidarisch zeigt, vielmehr möchten wir euch jedoch bitten, nicht nur an euer unmittelbares Umfeld zu denken und eure Solidarität beim „Club um die Ecke“ enden zu lassen, sondern euer Augenmerk auch auf jene Menschen und Projekte zu richten, welche durch die aktuelle Situation unmittelbar und existenziell bedroht sind: Unabhängige Künstler*innen, Kulturschaffende, Clubs, Kulturzentren und viele mehr. Aktuell gibt es eine Vielzahl von Spendenkampagnen und kreativen Aktionen für die betroffenen Menschen und Projekte und eine praktische Solidarität in Form von finanzieller Unterstützung ist zum jetzigen Zeitpunkt mehr als angebracht. (z.B. Spendenaufruf von Medico

Wir möchten hier insbesondere an jene Menschen erinnern, welche durch den aktuellen „Krisen-Diskurs“ aus dem öffentlichen Blickfeld verdrängt und damit von den notwendigen Schutzmaßnahmen ausgeschlossen werden. Während sich die halbe deutsche Bevölkerung hinter Mauern aus Klopapier, Mehl und Nudeln zurückzieht, sitzen aktuell hunderte Menschen in sogenannten „Ankerzentren“ oder „Sammelunterkünften“ fest und müssen sich Schlafräume und sanitäre Einrichtungen auf engstem Raum teilen. Die derzeit gebotenen Mindeststandards zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie können in diesen Lagern nicht ansatzweise erfüllt werden und die Bewohner*innen werden mit ihren Sorgen alleine gelassen. Hinzu kommt die permanente Angst vor Abschiebungen, welche trotz der globalen Covid-19 Pandemie noch immer nicht ausgesetzt werden. Gleichzeitig sitzen an den europäischen Außengrenzen tausende Menschen in menschenunwürdigen Lagern fest und sind gefangen in einem politischen Spiel zwischen der Türkei und der EU. Alleine im griechischen Lager Moria leben derzeit über 40.000 Menschen, darunter knapp 10.000 Minderjährige ohne jegliche medizinische Versorgung. Ein Ausbruch von Covid-19 in diesen Lagern wäre eine humanitäre Katastrophe undenkbaren Ausmaßes.

Wenn wir also über Solidarität, Unterstützung und praktische Nachbarschaftshilfe sprechen, dann dürfen wir diese Menschen nicht vergessen. Gerade in Zeiten von Ausnahmezustand, Grenzschließungen und Ausgangsbeschränkungen muss unsere praktische Solidarität bei jenen Menschen sein, welche von diesen Maßnahmen besonders hart getroffen werden. Forderungen nach dem sofortigen Stopp aller Abschiebungen, der dezentralen kommunalen Unterbringung von Geflüchteten sowie der sofortigen Evakuierung der Lager in Griechenland und im griechisch-türkischen Grenzgebiet sind in der aktuellen Situation das Gebot der Stunde.

Für eine grenzenlose Solidarität!

Eure DESI im März 2020