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Vortrag & Diskussion mit Aline Blankertz & Malte Engeler
Digitale Plattformen kontrollieren immer mehr Wirtschaftsbereiche, von "sozialen" Medien über Mobilität hin zu smarten Fabriken. Wir wollen den Blick darauf richten, welches Potenzial darin steckt, diese Plattformen demokratisch und für das gute Leben für alle zu nutzen. Wir geben euch einen Überblick über die Funktionsweise digitaler Plattformen, wer derzeit von ihnen profitiert und diskutieren die Vergesellschaftung von Plattformen an einem konkreten Beispiel: ImmoScout24.
Aline Blankertz ist angewandte Ökonomin mit langjähriger Erfahrung in Digital- und Datenpolitik, unter anderem bei mehreren NGOs sowie einer Wirtschaftsberatung. Sie ist Mitgründerin von „Structural Integrity", einem radikal bedürfnisorientierten, digitalpolitischen Kollektiv. Malte Engeler ist Jurist und Mitbegründer von "Structural Integrity". Er forscht, veröffentlicht und spricht zu Themen des Datenrechts, der postkapitalistischen Datenökonomie sowie der solidarischen Digitalpolitik.
Vergesellschaftet bayern – eine Veranstaltungsreihe von Ende Gelände Nürnberg, Interventionistische Linke Nürnberg, attac Nürnberg. Mit freundlicher Unterstützung von Kurt Eisner Verein / Rosa Luxemburg Stiftung in Bayern.
Eine schnelle und umfassende Energiewende ist unerlässlich, wenn wir der eskalierenden Klimakrise wirksam begegnen wollen. Solange die Energieproduktion und -versorgung in den Händen privater Konzerne wie RWE, E.ON, Vattenfall und anderer bleibt, orientiert sich der ökologische Umbau an kurzfristigen Renditeinteressen – ambitionierte Transformationspläne werden ausgebremst.
Doch auch die 2022 erfolgte Verstaatlichung des Energiekonzerns Uniper hat gezeigt: Staatseigentum allein genügt nicht, um einen fossilen Energiekonzern zu einem demokratisch organisierten, sozial-ökologisch ausgerichteten Unternehmen umzubauen. Dafür braucht es eine Überführung in eine neue, gemeinwirtschaftliche Eigentumsform – mit einer verbindlichen Ausrichtung am Gemeinwohl, einer demokratischen Governance-Struktur und echter gesellschaftlicher Mitbestimmung. Wir müssen Energiekonzerne wie Uniper vergesellschaften!
Vincent Janz ist Mitgründer von communia und engagiert sich dort für eine demokratische Wirtschaft und Öffentlichen Luxus. Er war u.a. Projektkoordinator für die Vergesellschaftungskonferenz, die 2022 in Berlin stattfand.
Vergesellschaftet bayern – eine Veranstaltungsreihe von Ende Gelände Nürnberg, Interventionistische Linke Nürnberg, attac Nürnberg. Mit freundlicher Unterstützung von Kurt Eisner Verein / Rosa Luxemburg Stiftung in Bayern.
Andrej Holm wird einen Vortrag zur Krise der sozialen Wohnversorgung halten. Darin wird er verschiedene politische Strategien zum Umgang mit der Wohnraumkrise diskutieren und seine Studie zum Mietendeckel mit den Nürnberg-bezogenen Ergebnissen vorstellen. Zudem wird er das Potential von Vergesellschaftung als Konzept zur Durchsetzung einer sozialen Wohnversorgung skizzieren und erklären, warum das Wohnen als soziale Infrastruktur organisiert werden sollte.
Dr. Andrej Holm ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Stadt- und Regionalsoziologie der Humboldt-Universität Berlin, wo er zu Wohnungspolitik und Stadtentwicklung forscht. Ein zentrales Thema seiner wissenschaftliche und politischen Arbeit ist die Kritik am profitorientierten Wohnungsmarkt.
Vergesellschaftet bayern – eine Veranstaltungsreihe von Ende Gelände Nürnberg, Interventionistische Linke Nürnberg, attac Nürnberg. Mit freundlicher Unterstützung von Kurt Eisner Verein / Rosa Luxemburg Stiftung in Bayern.
Sorge-Arbeit zwischen Utopie und Praxis – eine Podiumsdiskussion
Denken wir Vergesellschaftung feministisch, so rückt die Frage der sozialen Infrastruktur in den Mittelpunkt. Wie sieht eine Zukunft aus, in der Sorge-Arbeit als gesellschaftliche Aufgabe verstanden und demokratisch organisiert wird – jenseits von unbezahlter Arbeit und Profitlogik? Im Panel werden Ansätze aus Theorie und Praxis vorgestellt und diskutiert, die in diese Zukunft weisen: Konzepte der Sorgenden Städte, solidarischer Gesundheitszentren sowie lokale feministische Kämpfe auf dem Weg dorthin.
Mit dabei: Alex Wischnewski (Projekt Sorgende Städte), Kollektiv Solidarische Gesundheit Nürnberg, Feministisches Zentrum Nürnberg Alex Wischnewski arbeitet zu transnationalen feministischen Bewegungen und ihrer Übersetzung in Sorgende Städte. Sie hat das Netzwerk Care Revolution mitbegründet und ist aktiv in der Partei Die Linke.
Das Kollektiv Solidarische Gesundheit Nürnberg arbeitet am Aufbau eines solidarischen Stadtteil-Gesundheitszentrums in Nürnberg.
Das Feministische Zentrum Nürnberg ist ein selbstorganisierter Raum von und für Frauen, Lesben, inter, nicht-binären, trans und agender* Personen, der feministische Kämpfe zusammenführt.
Vergesellschaftet bayern – eine Veranstaltungsreihe von Ende Gelände Nürnberg, Interventionistische Linke Nürnberg, attac Nürnberg. Mit freundlicher Unterstützung von Kurt Eisner Verein / Rosa Luxemburg Stiftung in Bayern.
Im letzten Zug unserer Vergesellschaftungs-Ausstellung wird nochmal alles auf eine Karte gesetzt:
Wir verwandeln den Club in ein Monopoly-Brett und enteignen gemeinsam die Tanzfläche. Kollektive Ekstase inklusive emotionaler Dividende.
Musikalisch würfeln wir uns durch alle Straßen – von Techno und House über pulsierende Dance- & Dark-House-Ecken bis hin zu Disco, Italo Disco & Dark Disco. Mal gehen wir über Los, mal direkt auf die Tanzfläche.
Special-Shots sorgen für Umverteilung und als Ereignis gibt's ein Glücksrad – dazu jede Menge ehrliche Euphorie.
Für Geflüchtete, Migranten und alle die mitmachen wollen.
Ein Ort zum helfen und Menschen zu verbinden. Kultur-Austausch, Sprach-Austausch und Beratung in lockerer Runde - bring deinen Dolmetscher mit.
Nächster Termin: 20.01.2026
Lass dich von pulsierenden Grooves durch die Nacht treiben! Roots & Rhythms steht am 24. Januar für eine besondere Clubreise in der DESI! Treibende elektronische Beats, warme Sounds und echte Vinyl-Liebe machen die Nacht lebendig. Von 22 bis 5 Uhr: Tanz dich frei, spür den Rhythmus und lass die Wurzeln wackeln!
InhaltPunk ist ein Versprechen – von Rebellion und Selbstermächtigung! Als er Ende der 1970er Jahre von England und den USA aus die ganze Welt erobert, braucht es plötzlich auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz weder Ausbildung noch Perfektion, um sich musikalisch auszudrücken. „Nicht labern, machen!“ ist das Motto. Was zählt, ist die Idee und der Mut, sich auf eine Bühne zu stellen. Und das gilt ganz besonders für die Frauen der Szene: In Düsseldorf gründen sich Östro 430, in West-Berlin Mania D, später Malaria!, und in Zürich Kleenex, später LiLiput. Ihre Vorbilder stammen aus England und heißen X-Ray Spex, The Slits, The Raincoats oder Siouxsie Sioux. Es entstehen Songs über weibliche Rollenklischees und Spießertum, über Machos und dogmatische Feministinnen. Es geht um weibliches Begehren und sexuelle Selbstbestimmung. Und immer auch um das Erobern von Freiräumen – innerhalb der männerdominierten Punkszene, aber auch gesamtgesellschaftlich.
„Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heute“ porträtiert Künstlerinnen, die 40 Jahre später immer noch oder wieder zusammen auf der Bühne stehen. Als Pionierinnen des deutschsprachigen She-Punk teilen Gudrun Gut, Beate Bartel, Bettina Köster, Sara Schär, Klaudia Schifferle, Martina Weith und Bettina Flörchinger ihre Erfahrungen und Geschichten. Trotz des unterschiedlichen Sounds der Bands und ohne es damals zu wissen, waren sie Teil einer weiblichen Revolution in der Musikindustrie, die nachfolgende Künstlerinnen nachhaltig geprägt hat. Ein Film über Punk aus weiblicher Perspektive, Feminismus mit Gitarrenriff und das unvergleichliche Lebensgefühl der späten 70er und frühen 80er Jahre.
Freie Flüchtlingsstadt Nürnberg (Desi) präsentiert zusammen mit Seawatch und Seaeye
Kein Land für Niemand
Einlass und KüFa ab 18 Uhr
Beginn 19:00
Deutschland / 2025 / 106 min / FSK ab 12
Regie: Max Ahrens, Maik Lüdemann
Sprachen: Deutsch, Arabisch, Englisch, Französisch
Untertitel: Deutsch
Anschließendes Filmgespräch mit Aktivist*innen von Sea-Watch und Sea-Eye
Deutschland steht an einem historischen Wendepunkt: Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen – mit Unterstützung der AfD, die vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet wird. Die Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung sieht unter anderem eine vollständige Schließung der deutschen Grenzen vor. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: weg vom Schutz von Geflüchteten, hin zu Abschottung und Abschreckung.
KEIN LAND FÜR NIEMAND – ABSCHOTTUNG EINES EINWANDERUNGSLANDES begibt sich auf die Suche nach den Ursachen dieser politischen Zäsur und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine aufrüttelnde Reise. Die Dokumentation beginnt an den europäischen Außengrenzen, wo eine andauernde humanitäre Katastrophe auf staatliche Ignoranz trifft, aber auch auf ziviles Engagement. Sie begleitet einen Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer, dokumentiert die katastrophale Lage aus der Luft und erzählt die Geschichten von Überlebenden, die trotz Gewalt und tödlicher Risiken den Weg nach Deutschland gefunden haben.
Während Deutschland dazu beiträgt, eine europäische Festung zu errichten, gerät die politische Landschaft ins Wanken. Von emotionalisierten Medienberichten bis zu hilflos nach rechts rudernden Politiker*innen zeichnet sich eine gesellschaftliche Erzählung ab, die sich gegen Migrant*innen und Schutzsuchende richtet. Ist Migration überhaupt das große Problem, zu dem es gemacht wird? Oder offenbart die Abschottungspolitik tiefere gesellschaftliche Ängste?
EIN TAG OHNE FRAUEN
ein Film von Pamela Hogan & Hrafnhildur Gunnarsdóttir
ISLAND/ USA 2024, 71 MIN
Als 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbstmorgen im Jahr 1975 ihre Arbeit niederlegten und ihre Häuser
verließen, weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern, brachten sie ihr Land
zum Stillstand und katapultierten Island zum „besten Ort der Welt, um eine Frau zu sein“.
Zum ersten Mal von den Frauen selbst erzählt und mit spielerischen Animationen versehen, ist EIN TAG OHNE FRAUEN
subversiv und unerwartet lustig. „Wir liebten unsere chauvinistischen Schweine“, erinnert sich eine der Aktivistinnen,
“wir wollten sie nur ein wenig verändern!“ Der Film erscheint pünktlich zum 50. Jahrestag des Streiks im Jahr 2025 und
regt mit seiner Botschaft über die kollektive Kraft der Frauen, ihre Gesellschaft zu verändern, dazu an, das Mögliche neu
zu denken.
The Other Side of the River
Regie: Antonia Kilian
Buch: Antonia Kilian, Gurvara Namer, Arash Asadi
Land, Jahr: Deutschland, Finnland 2021
Genre: Dokumentarfilm
Kinostart, Verleih 27. Januar 2022, jip film & verleih
Inhalt
Die kurdischen Frauenverteidigungsheiten (YPJ) trugen im Syrischen Bürgerkrieg wesentlich dazu bei, die terroristische Organisation Islamischer Staat (IS) aus dem Nordosten von Syrien zu vertreiben. 2016 wird auch die Stadt Manbidsch nahe des Euphrat vom IS befreit. Die deutsche Dokumentarfilmerin Antonia Kilian begibt sich in die Region, um mehr über die Situation der Kämpferinnen zu erfahren. Viele sind vor ihren Familien geflohen, so auch die 19-jährige Hala. Sie entging einer Zwangsheirat und fand in der YPJ Zuflucht. In einem Ausbildungscamp wird Hala nicht nur militärisch, sondern auch nach der feministischen Lehre des PKK-Führers Abdullah Öcalan geschult. Die Frauen sollen sich von männlichen Besitz- und Machtansprüchen unabhängig machen. Bei der Rückkehr in ihre Heimatstadt Manbidsch als Polizistin sieht sich Hala deshalb nicht nur in gesellschaftlicher Funktion – sie hat sich auch das persönliche Ziel gesetzt, ihre jüngeren Schwestern vom Vater zu befreien.