Enteignung – Geschichte eines umkämpften Begriffs
Brückenstraße 23 90419 Nürnberg, Germany
Enteignung - Geschichte eines umkämpften Begriffs
Vom 08. bis 15.01. ist in der DESI die Wanderausstellung "Enteignung - Geschichte eines umkämpften Begriffs" zu sehen.
Entstanden im Zuge der Kampagne "Deutsche Wohnen und Co. Enteignen” inBerlin, widmet sich die Ausstellung in elf Stationen der Geschichte der Enteignung.
Dabei liegt der Fokus auf Entwicklungen in Deutschland im 19., 20. und 21. Jahrhundert. In Episoden wird nacherzählt, welche gesellschaftlichen Kämpfe hierzulande bereits um Enteignung und Vergesellschaftung ausgetragen wurden.
Das alles geschieht in kritisch-emanzipatorischer Absicht. Das heißt: Vor dem Hintergrund kapitalistischer Krisen und anhand historischer Beispiele wird entwickelt, welches emanzipatorische Potenzial im Konzept Enteignung liegt - aber auch welche Schattenseiten und Risiken es birgt.
Die Ausstellung ist von professionellen Historiker:innen konzipiert, ansprechend gestaltet und umfasst neben Texttafeln und Bildern an mehreren Stationen auch vertiefende Audio Beiträge.
Ein Besuch lohnt sich - gerade auch für Einsteiger:innen ins Thema Vergesellschaftung. Für alle, die tiefer in die Materie einsteigen möchten, gibt es ein zusätzliches Begleitprogramm zur Vergesellschaftung von Wohnen, Energie und Sorge-Arbeit, ebenfalls in der DESI. Der Eintritt zur Ausstellung und allen Veranstaltungen ist frei, über Spenden freuen wir uns.
08.01. Vernissage um 18 Uhr mit einem Vortrag von Georg Freiß zur Geschichte des Vergesellschaftungsartikel im Grundgesetz
Weitere Öffnungszeiten:
08.01 – 11.01. und 15.01. - 17.01.2026 jeweils von 17 – 22 Uhr, Samstags bereits ab 12 Uhr
Die Ausstellung kann gezeigt werden durch eine Zusammenarbeit zwischen Ende Gelände Nürnberg, Interventionistische Linke Nürnberg, attac Nürnberg und der politbande. Mit Unterstützung von Movement Hub.

Lass dich von pulsierenden Grooves durch die Nacht treiben! Roots & Rhythms steht am 24. Januar für eine besondere Clubreise in der DESI! Treibende elektronische Beats, warme Sounds und echte Vinyl-Liebe machen die Nacht lebendig. Von 22 bis 5 Uhr: Tanz dich frei, spür den Rhythmus und lass die Wurzeln wackeln!
Deutschland / 2025 / 106 min / FSK ab 12
Regie: Max Ahrens, Maik Lüdemann
Sprachen: Deutsch, Arabisch, Englisch, Französisch
Untertitel: Deutsch
Anschließendes Filmgespräch mit Aktivist*innen von Sea-Watch und Sea-Eye
Deutschland steht an einem historischen Wendepunkt: Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen – mit Unterstützung der AfD, die vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet wird. Die Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung sieht unter anderem eine vollständige Schließung der deutschen Grenzen vor. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: weg vom Schutz von Geflüchteten, hin zu Abschottung und Abschreckung.
KEIN LAND FÜR NIEMAND – ABSCHOTTUNG EINES EINWANDERUNGSLANDES begibt sich auf die Suche nach den Ursachen dieser politischen Zäsur und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine aufrüttelnde Reise. Die Dokumentation beginnt an den europäischen Außengrenzen, wo eine andauernde humanitäre Katastrophe auf staatliche Ignoranz trifft, aber auch auf ziviles Engagement. Sie begleitet einen Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer, dokumentiert die katastrophale Lage aus der Luft und erzählt die Geschichten von Überlebenden, die trotz Gewalt und tödlicher Risiken den Weg nach Deutschland gefunden haben.
Während Deutschland dazu beiträgt, eine europäische Festung zu errichten, gerät die politische Landschaft ins Wanken. Von emotionalisierten Medienberichten bis zu hilflos nach rechts rudernden Politiker*innen zeichnet sich eine gesellschaftliche Erzählung ab, die sich gegen Migrant*innen und Schutzsuchende richtet. Ist Migration überhaupt das große Problem, zu dem es gemacht wird? Oder offenbart die Abschottungspolitik tiefere gesellschaftliche Ängste?
Als 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbstmorgen im Jahr 1975 ihre Arbeit niederlegten und ihre Häuser
verließen, weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern, brachten sie ihr Land
zum Stillstand und katapultierten Island zum „besten Ort der Welt, um eine Frau zu sein“.
Zum ersten Mal von den Frauen selbst erzählt und mit spielerischen Animationen versehen, ist EIN TAG OHNE FRAUEN
subversiv und unerwartet lustig. „Wir liebten unsere chauvinistischen Schweine“, erinnert sich eine der Aktivistinnen,
“wir wollten sie nur ein wenig verändern!“ Der Film erscheint pünktlich zum 50. Jahrestag des Streiks im Jahr 2025 und
regt mit seiner Botschaft über die kollektive Kraft der Frauen, ihre Gesellschaft zu verändern, dazu an, das Mögliche neu
zu denken.
The Other Side of the River
Regie: Antonia Kilian
Buch: Antonia Kilian, Gurvara Namer, Arash Asadi
Land, Jahr: Deutschland, Finnland 2021
Genre: Dokumentarfilm
Kinostart, Verleih 27. Januar 2022, jip film & verleih
Inhalt
Die kurdischen Frauenverteidigungsheiten (YPJ) trugen im Syrischen Bürgerkrieg wesentlich dazu bei, die terroristische Organisation Islamischer Staat (IS) aus dem Nordosten von Syrien zu vertreiben. 2016 wird auch die Stadt Manbidsch nahe des Euphrat vom IS befreit. Die deutsche Dokumentarfilmerin Antonia Kilian begibt sich in die Region, um mehr über die Situation der Kämpferinnen zu erfahren. Viele sind vor ihren Familien geflohen, so auch die 19-jährige Hala. Sie entging einer Zwangsheirat und fand in der YPJ Zuflucht. In einem Ausbildungscamp wird Hala nicht nur militärisch, sondern auch nach der feministischen Lehre des PKK-Führers Abdullah Öcalan geschult. Die Frauen sollen sich von männlichen Besitz- und Machtansprüchen unabhängig machen. Bei der Rückkehr in ihre Heimatstadt Manbidsch als Polizistin sieht sich Hala deshalb nicht nur in gesellschaftlicher Funktion – sie hat sich auch das persönliche Ziel gesetzt, ihre jüngeren Schwestern vom Vater zu befreien.